aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe
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| 04.11.1920 | Beim Choson-Sportfest wurde zum ersten Mal ein landesweites Baseball-Turnier veranstaltet. Baseball, die wahrscheinlich noch bis vor einiger Zeit beliebteste und immer noch sehr beliebte Sportart in Korea wurde im Jahr 1905 durch den amerikanischen Missionar Gillette in Korea eingeführt. Gillette war der Mitbegründer des christlichen Vereins junger Menschen, des heutigen YMCA. |
| 04.11.1961 | Verbot für die Reise ins Ausland wird abgeschafft. Die Aufhebung dieses Gesetzes machte es der koreanischen Bevölkerung von da an möglich, frei ins Ausland zu reisen |
| 08.11.1923 | wird die erste koreanische Kinderzeitschrift herausgegeben. Die Kinderzeitschrift wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, während der japanischen Besatzung koreanische Kinder mit der koreanischen Schriftsprache näher vertraut zu machen und die Zuneigung zur koreanischen Kultur zu fördern. |
| 08.11.1998 | erklärt die koreanische Regierung, dass die Anzahl der Touristen aus dem Ausland die 1Milliongrenze erreicht hat. |
| 10.11.1939 | an diesem Tag erlässt die japanische Besatzungsregierung
eine Verordnung der zur Folge alle Koreaner einen japanischen Nachnamen
annehmen müssen. Diejenigen, die sich weigerten, wurde verboten ihre
Kinder für den Schuleintritt anzumelden. Nach Ablauf der Meldefrist im
August des darauffolgenden Jahres hatten etwa 80% der Koreaner ihren Namen
in einen japanischen umgeändert. |
| 12.11.1887 | entsteht in Korea die erste organisierte evangelische
Kirche. Der amerikanische Missionar Underwood versammelte 14 Anhänger des
evangelischen Glaubens und gründete die heutige Choonghyun - Kirche |
| 16.11.1308 | Im 34. Regierungsjahr König Chunguyol
während der Koryo-Dynastie wird zum ersten Mal die Heirat zwischen
Verwandten verboten. Da es in Korea eine begrenzte Anzahl von Nachnamen
gibt, die auf einen Stamm und einen Vorfahren zurückgehen, war der selbe
Nachname ein Hinweis auf verwandtschaftliche Beziehungen. Bis Mitte der
Koryo-Dynastie war es eine Normalität dass auch Verwandten unter einander
heiraten konnten. Der Begriff Inzest war also unbekannt. Im streng
konfuzianischen Choson wurde dann das Heiratsverbot zwischen Verwandten
dann noch mehr verstärkt. Obwohl die Verwandtschaftsbeziehung, die aus
gleichem Stamm und Nachnamen zurückführt in den Hunderten von Jahren
immer mehr verblasste, hatte diese Regelung noch vor kurzem ihre
Gültigkeit im modernen koreanischen Zivilgesetz. Das Zivilgesetz schrieb
noch bis vor kurzem vor, dass Personen mit gleichem Nachnamen und gleicher
Heimat der Vorfahren nicht heiraten dürfen. Als nähere Bestimmung werden
diejenigen als verwandt bestimmt, deren Verwandten 8. Grades der geraden
oder Nebenlinie des Familienstammbaums oder ihrem Ehepartner verwandt
sind. Dies ist eine so umfassende Bestimmung dass viele
Lebensgemeinschaften die in diese Kategorie fallen leiden müssen, dass
sie sich gesetzlich nicht trauen lassen dürfen obwohl zwischen beiden
keine nähere Verwandtschaft vorliegt. 1997 erklärte das
Verfassungsgericht dieses Gesetz zum Verbot der Heirat von Personen mit
gleichem Nachnamen als verfassungswidrig. Die Regierung hat daraufhin
einen Antrag auf Änderung des Zivilgesetzes vorgelegt, das die
Abschaffung des Heiratsverbots mit einschließt. Dieser Antrag wurde
jedoch im Parlament abgelehnt. Nach wiederholten Auseinandersetzungen um
dieses Thema wurde eine erneute Revision des Heiratsverbots dann
endgültig angenommen. Das Heiratsverbot zwischen Personen gleichen
Nachnamens wurde demnach abgeschafft, die neue Regelung schreibt
allerdings weiter vor, dass keine Ehe eingegangen werden darf wenn eine
nahe Verwandtschaft bis zum 8. Grad vorliegt. |
| 17.11.1905 | wird der Schutzvertrag zwischen Japan und dem Königreich
Choson zwangsweise abgeschlossen. Dieser Vertrag bedeutete damals, dass
sich Korea nach Vertragsabschluss unter der Schutzverwaltung Japans
befand, was vertragsmäßig den Grundstein für die Annexion Koreas durch
Japan maskierte. |
| 20.11. 1976 | wurde bekannt gegeben, dass das durchschnittliche Einkommen
eines koreanischen Arbeiters 10% des durchschnittlichen Lohns eines
Arbeiters in den Industrieländern beträgt. Mittlerweile hat sich das Lohnniveau den Industrieländern ziemlich
angeglichen. |
| 21.11.1997 | südkoreanische Regierung beantragte wegen der Notlage,
hervorgerufen durch die Wirtschaftskrise, beim IWF
Unterstützungsgelder. Zu dieser Zeit wurde eine Reihe südostasiatische
Ländern von der Finanz- und Wirtschaftskrise befallen. Trotz der
qualitativ unterschiedlichen Struktur der koreanischen Wirtschaft machte
an der Wallstreet das Gerücht die Runde, dass auch Südkorea wegen seines
hohen Schuldenbergs der nächste Kandidat des Bankrotdominos sein werde.
Oberflächlich sah es im Inland damals und kurz zuvor noch nach positiven
Zukunftsaussichten aus. Das Land feierte seine Mitgliedschaft in der OECD
und den Abschied von seinem Status als Entwicklungsland. Samsung führte
den Weltmarkt der Speicherchips an, Hyundai den für den Schiffsbau und
Daewoo investierte riesige Mengen in die polnische Autoindustrie. Die
Regierung betonte, dass die Schulden Angesichts der Stärke der
koreanischen Wirtschaft ein großes Problem sei. Auf die Meldung des
internationalen Aktienmarktes von einem bevorstehenden Schuldenbankrott
reagierten die Rating - Agenturen allerdings damit, dass sie die
Kreditwürdigkeit Südkoreas immer weiter herabstuften. Das international
operierende Finanzkapital reagierte damit, dass es seine Gelder aus
Südkorea abzog. Innerhalb von 2 Monaten verlor die südkoreanische
Währung fast die Hälfte ihres Wertes. Die Regierung musste sich
schließlich am 21. November 1997 mit der Bitte um Unterstützung an den
IWF wenden. Am 3. Dezember 1997 beschloss der IWF ein Hilfspaket von 57
Milliarden US-Dollar. Diese Meldung wurde im Inland mit viel Empörung
aufgenommen und im Zuge der Umstrukturierung die der Wirtschaftskrise
folgte, haben viele ihre Arbeitsplätze verloren. Doch dank der relativ
soliden Basis und dem Einsatz der Bevölkerung, die an der Überwindung
der Wirtschaftskrise aktiv mitgewirkt hat, konnte sich die südkoreanische
Wirtschaft allerdings innerhalb kurzer Zeit wieder relativ gut
erholen. |
| 26.11.1986 | gibt die Regierung des damaligen Präsidenten Chun Doo-Hwan
bekannt einen riesigen Staudamm zu bauen, der den Namen Friedensstaudamm
tragen soll. In einer detaillierten Erklärung hieß es "Nordkorea
baue in der Nähe des Kumgang-Gebirge einen Staudamm mit dem Zweck das
dort angestaute Wasser in Richtung Wonsu, in der Kangwon-Provinz
zurückfließen zu lassen. Im Falle eines Wasserangriffs durch den Norden
könnten bis zu 20 Milliarden Tonnen Wasser ausfließen und Seoul
überfluten". Die Regierung fügte hinzu, dass der Kumgang-Staudamm auf diese Weise dazu genutzt werden könne die Olympischen Spiele, die in 2 Jahren - 1988 - in Seoul stattfinden sollten, zu boykottieren. Die südkoreanische Regierung gibt darauf an diesem Tag bekannt, dass es als Gegenmaßnahme gegen den Kumgang-Staudamm den Friedensstaudamm bauen werde. Um die Kosten dazu einzutreiben wurde die Bevölkerung in Radio und Fernsehen dazu aufgerufen bei einer bevölkerungsübergreifenden Spendenaktion mitzumachen. Die Aktion fand bei der Bevölkerung großen Anklang und innerhalb kurzer Zeit konnte eine große Spendenmenge gesammelt werden. Eine Untersuchung der Rechnungskammer im Jahre 1993 ergab allerdings, dass die Regierung mit ihrer Alarmbotschaft überreagiert hatte, dass also der Bau eines Gegenstaudamms nicht unbedingt notwendig gewesen sei. |
| 27.11.1950 | wird das koreanische Rote Kreuz ins Leben gerufen, das bis
heute vor allem bei der Zusammenführung der in Nord- und Südkorea
getrennt lebenden Familien eine wichtige Rolle spielt. |
| 29.11.1994 | wird im Namsan-Park auf dem Namsan-Berg in Seoul die
Zeitkapsel 1000 begraben. In dieser Kapsel befinden sich Bilder und
Dokumentationen des heutigen Seoul. Die Menschen die in 1000 Jahren diese
Kapsel ausgraben werden, können dann sehen wie es im 21. Jahrhundert in
Seoul ausgesehen hat. |
| 29.11.1987 | ereignet sich ein tragischer Vorfall. Die Boing 707 der
Korean Air, die sich von Baghdad aus in Richtung Bangkok befand,
explodiert in der Luft. Ursache waren ein als Feuerzeug und Weinflasche
getarntes explosive Mittel, das von der nordkoreanischen Agentin Kim
Chong-Hae zurückgelassen worden ist. In dem Flugzeug befanden sich 93
koreanische Passagiere, vorwiegend Auslandsarbeiter, die nach ihrem
Auslandsaufenthalt im Mittleren Osten nach Korea zurückkehren wollten, 2
ausländische Passagiere und 20 Mitglieder des Bordteams. Kim wurde für
diesen Terroranschlag in Südkorea zum Tode verurteilt, wurde dann später
vom Präsidenten sonderbegnadigt, da sie selbst als Werkzeug von Kim
Jong-Il benutzt worden sei. |