aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe
| Januar |
Februar |
März |
April |
Mai |
Juni |
| Juli |
August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
| 01.10.1945 |
wird eine provisorische Volkszählung durchgeführt. Durch diese Zählung
wurden zu diesem Zeitpunkt rund 16.980000 Koreaner, 346500 Japaner und 26000
weitere Ausländer gezählt, die sich damals in Korea aufhielten. |
| 02.10.1935 |
wird der erste koreanische Tonfilm Arirang aufgeführt. Die umfangreichen
Produktionskosten waren für die noch unerfahrene Filmindustrie in Korea
eine große Belastung, die dazu führte dass zu Beginn der Einführung des
Tonfilms die Produktion von Filmen in ihrer Anzahl zurückging und auch
inhaltlich schlechter wurden. |
| 03.10.1909 |
an diesem Tag wurde der Tag der Himmelsöffnung,
der in der Geschichte als Gründungstag Koreas bekannt ist, zum nationalen
Feiertag erklärt. Der Tag der Himmelsöffnung geht auf den Mythos zurück,
dass der Sohn des Schöpfers Gottes Hwanung die Erlaubnis erhielt zur Erde
herabzusteigen und ein irdisches Königreich zu gründen. Ausgerüstet mit
göttlicher Vollmacht erschien er mit 3000 himmlischen Geistern auf dem
Taebaek-san Berg. Im Schatten eines alten Baumes versammelte er seine
Genossen und rief sich als König des Universums aus. Er regierte mit Hilfe
seiner 3 Statthalter. Da er noch keine menschliche Gestalt angenommen hatte,
hatte er Schwierigkeiten die Kontrolle über ein Königreich auszuüben. Auf
der Suche nach einem Weg der Menschwerdung hörte er eines Tages wie ein
Bär und ein Tiger über ihren Wunsch sprachen Menschen zu werden. Hwanung
befahl ihnen sich 3mal 7 Tage lang in eine dunkle Höhle ohne Tageslicht
zurückzuziehen. Wenn sie dies schaffen würden, dann würden sie Menschen
werden. Doch der Tiger konnte es aufgrund seiner lebhaften Natur nicht lange
aushalten und kehrte vor der festgelegten Zeit an das Tageslicht zurück.
Der geduldige Bär konnte die 3 x 7 Tage ausharren und konnte als
vollkommene Frau aus der Höhle treten. Durch dieses Vorkommnis und dem zur
Frau gewordenen Bären wurde Tangun geboren. Zu jener Zeit war Korea und das nördliche Gebiet von neuen wilden Stämmen bevölkert gewesen sein. Diese waren die Urbewohner deren Lieblingsbeschäftigung Tanzen und Singen gewesen sein soll. Tangun soll sie der Geschichte zufolge gelehrt haben wie man kocht, Häuser baut, Bäume fällt und Felder bestellt. Er lehrte sie außerdem Hochzeitsriten und Untertanenpflichten. Das heutige Pyongyang machte er zur Haupt- und Residenzstadt seines Reiches, das er Choson nannte. In der Geschichte wird dieses erste Reich auf der koreanischen Halbinsel Ko-choson, das alte Choson genannt. Der 3. Oktober wird als Tag gefeiert, an dem Hwanung zur Erde kam, aber eigentlich ist es der Tag an dem sein Sohn Tangun das erste Reich gegründet hat. Unter den Wissenschaftlern gehen die Ansichten darüber die Ansichten auseinander ob es sich dabei lediglich um eine Legende handelt oder ob dieses Datum tatsächlich auf ein historisches Ereignis der Reichsgründung zurückzuführen ist. 1909 wurde dieses Datum von einem religiösen Orden zum nationalen Feiertag erklärt. Die provisorische Regierung in Shanghai hat dies während der japanischen Besatzung übernommen und nach der Unabhängigkeit wurde dieser Tag, der 3. Oktober, zum offiziellen Feiertag erklärt. |
| 7.10.1883 |
Das vielleicht an diesem Tag erwähnenswerteste Ereignis ist
die Unterzeichnung eines Freundschafts- und Handelabkommen zwischen Korea
- das zu dieser Zeit Choson hieß - und Deutschland. Die diplomatischen
Beziehungen beginnen allerdings nicht sofort nach der Unterzeichnung,
sondern erst ein Jahr später mit der Berufung von Generalkonsul Zembsch,
der im Oktober 1884 nach Korea kommt um das Abkommen zu ratifizieren und
sein Amt anzutreten. Die deutsche Gesandtschaft richtet sich in einem
traditionellem koreanischen Haus ein, das sich hinter der heutigen
Zentralpost im Stadtteil Chongmyo befindet. Da das Haus mit der Zeit immer
enger wurde, folgte ein Umzug in das Haus von Möllendorff, der als
diplomatischer Berater Kaiser Kojongs bekannt ist. Nach mehreren weiteren
Umzügen wurde im Jahre 1901 ein zweistöckiges eigenes Konsulatsgebäude
gebaut, in das man im darauffolgendem Jahr einzog. Im Jahre 1903 wurde die
deutsche Vertretung vom Konsulat zur Botschaft. Die Einflüsse
Deutschlands geht allerdings nicht erst auf die Zeit nach Unterzeichnung
des Handelsabkommens zurück, aber erst die Aufnahme diplomatischer
Beziehungen hatte den Charakter der gegenseitigen Anerkennung auf
staatlicher Ebene. In Folge der von Japan aufgedrängten Unterzeichung des
Schutzvertrages von 1905 verliert Choson alle diplomatischen Rechte und
auch die deutsche Botschaft muss alle Aufgaben und Rechte an das
japanische Konsulat abgeben und im Dezember des selben Jahres müssen die
Mitarbeiter nach Deutschland zurückkehren. Die offiziellen diplomatischen
Beziehungen zwischen Korea und Deutschland werden dadurch erst einmal
abgebrochen. |
| 09.10.1446 |
wird die Schaffung der koreanischen Schriftsprache Hangul
verkündet. Deren Erarbeitung hatte König
Sejong führenden Gelehrten der königlichen Akademie aufgetragen. Das
neue Schriftsystem erhielt den Titel "Hunmin chongum", was soviel
bedeutet wie "echter Klang zur Belehrung des Volkes". Die neue
Schrift ermöglichte eine schriftliche Wiedergabe der Phonetik der
koreanischen Sprache. Bis dahin war die einzigste in Korea angewandte
Schriftsprache das chinesische gewesen. Diese setzte selbst für die
Darstellung relativ einfacher Zusammenhänge die Beherrschung von bis zu
5000 verschiedenen Schriftzeichen voraus. Die Anwendung von Hangul wurde an
diesem Tag durch ein königliches Dekret sanktioniert. Von der einfachen Bevölkerung wurde die neue Schriftsprache zwar leicht aufgenommen, Jahrhunderte lang stieß Hangul jedoch auf heftigen Widerstand der in klassisch chinesischen Kulturformen ausgebildeten Gelehrten. Denn unter den Gelehrten des vormodernen Ostasien fungierte die chinesische Schriftsprache in ähnlicher Weise als Mittel für nationenüberschreitende Verständigung wie das Lateinische im europäischen Mittelalter. |
| 09.10.1983 |
ereignet sich in der burmesischen Hauptstadt Rangun ein Bombenattentat, bei
dem 17 koreanische Delegierte, die den damaligen südkoreanischen Präsident Chun Doo-Hwan
begleitet hatten, ums Leben kamen. Dieses Attentat war damals für die
Koreaner eines der schockierendesten Ereignisse. Es war ein Tag nachdem
Präsident Chun Doo-Hwan bei seiner Staatsreise durch die 6 pazifischen und
südwestasiatischen Länder Burma, Indien, Sri Lanka, Australien, Brunei und
Neuseeland, die erste Station Burma erreicht hatte. Zu Beginn des
offiziellen Staatsbesuchprogramms war geplant dass Chun Doo-Hwan gegen 13
Uhr den Nationalfriedhof besuchen sollte. Der damalige
Vizeministerpräsident Cho Sok-Chun und weitere Mitglieder der
Staatsdelegation waren bereits vor dem Präsidenten angekommen als eine
innerhalb der Dachvorrichtung des Grabpavillons installierte Zeitbombe gegen
12:58 Uhr explodierte. 17 Delegierte, darunter Vizeministerpräsident Cho
Sok-Chun kamen ums Leben und 14 wurden schwer verletzt. Das Attentat galt
zwar dem Präsidenten Chun Doo-Hwan, aber als die Bombe explodierte befand
sich dieser erst auf dem Weg zum Friedhof und so wurde anstatt dessen seine
Staatsmitglieder Opfer des Attentats. Als Folge wurde der Staatsbesuch
abgebrochen und Chun Doo-Hwan kehrte noch am selben Tag gegen 15 Uhr nach
Korea zurück. Eine Notsitzung des Kabinetts wurde einberufen und als
Abwehrmaßnahme gegen weitere Provokationen von Seitens Nordkoreas trat das
südkoreanische Militär in erhöhte Alarmbereitschaft. Ermittlungen der
Polizei von Burma ergaben dass Nordkorea hinter dem Attentat steckte. Aus
einem offiziellen Schreiben an die Vereinte Nationen geht hervor, dass 3
Nordkoreaner die gleich danach in Burma verhaftet wurden dieses
Bombenattentat auf offiziellen Befehl der nordkoreanischen Regierung verübt
hatten. Die Regierung von Burma gab bekannt dass es die nordkoreanische
Regierung nicht mehr anerkennen wolle und gab die Anweisung dass Nordkorea
seine Diplomaten aus Burma abziehen solle. Durch diesen Terrorakt hatte sich
die nordkoreanische Regierung damals international viele Sympathien
verspielt. |
| 11.10.1996 |
wird Südkorea als 29. Staat Mitglied der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. |
| 13.10.2000 |
erhielt der damalige südkoreanische Präsident Kim
Dae-Jung den Friedensnobelpreis für seinen Beitrag für die Förderung
der Demokratie und der Förderung für Menschenrechte in Korea und Ostasien
und insbesondere für seinen Beitrag für den Frieden und die Aussöhnung
mit Nordkorea. Er war der erste und bisher einzigste koreanische
Nobelpreisträger und in Asien die 7. Person, die den Friedensnobelpreis
erhielt. |
| 17.10.1972 |
wird die sogenannte Yushin-Verfassung ( Yushin = Wiederbelebung) erlassen,
die in der politischen Geschichte der Nachkriegszeit Koreas einen schwarzen
Punkt markiert. Durch die Erlassung der Verfassungsänderung an diesem Tag
wird die Präsidialmacht von Park Chung-Hee, der 9 Jahre zuvor durch einen
Militärputsch an die Macht gelang, unbegrenzten Einfluss und eine
unbegrenzte Amtszeit zugesprochen. Bezeichnend war der Hintergrund vor dem
die Verfassungsänderung durchgezogen wurde. Bereits bei seiner zweiten Wahl
im Jahre 1967 gab es heftige Kontroversen darüber ob der Wahlsieg rechtens
sei. Die Opposition sprach von Wahlbetrug und boykotierte einen Monat lang
die Sitzungen des Parlaments. Um sich die Möglichkeit einer dritten
Amtszeit zu sichern boxte Park Chung-Hee 1969 eine weitere
Verfassungsänderung durch das Parlament und siegte 1971 in der Wahl gegen
Kim Dae-Jung, dessen Partei fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhielt
und eine sichtliche Gefahr für die langfristige Machtergreifung Parks
darstellte. Nach heftigen Studentendemonstrationen gegen den angeblichen
Wahlbetrug rief Park Chung-Hee Ende 1971 den nationalen Notstand aus - wegen
angeblich gefährlicher Ungewissheit der internationalen Lage. Er löste das
Parlament auf, verbot alle politischen Aktivitäten und präsentierte einen
neuen Verfassungsentwurf, der die Befugnisse des Präsidenten erheblich
erweiterte. Im Oktober 1972 verhängte er das Kriegsrecht, er löste das
Parlament auf und hob Teile der Verfassung auf. Eingeschüchtert durch
Polizeiterror und Versammlungsverbot belegten 91% der Wahlberechtigten im
Oktober 1972 die Yushin-Verfassung. Mit Inkrafttreten der neuen Verfassung
begann die 4. Republik - eine Präsidialdiktatur - in der ein vom
Präsidenten eingesetzter Verfassungsausschuss das unabhängige
Verfassungsgericht ersetzte und in der der Präsident ein Drittel der
Parlamentsmitglieder selbst vorschlug und über den Nationalrat ernennen
ließ. Die Amtszeit des Präsidenten wurde außerdem von 4 Jahren auf 6
Jahren erweitert und die Begrenzung der Anzahl der Wiederwahl wurde
aufgehoben. Aufgrund der neuen Verfassung erließ Park Chung-Hee mehrere
Dekrete, mit denen er gegen studentischen Demonstrationen gegen die neue
Verfassung angehen wollte. Die Dekrete untersagten alle gegen die Verfassung
gerichteten Aktivitäten und erklärten solidarische
Studentenaktivitäten für ungesetzlich. Unter dem nationalen Notstand und
dem Kriegsrecht und später unter den Notstanddekreten wurden seit 1972 eine
ganze Reihe von Regimegegnern und kritischen Oppositionellen, Politiker,
Professoren, Journalisten, Geistliche und Studenten verhaftet. Die anfangs
mehrfach ausgesprochenen Todesurteile und lebenslängliche Haftstrafen
wurden allerdings später erheblich abgemildert. Die Regierung unter der
Yushin-Verfassung zog eine ganze Reihe von Protesten und umfangreichen
Demonstrationen nach sich und endete mit dem Attentat auf Park Chung-Hee im
Oktober 1979. Der Attentäter, der damalige Geheimdienstchef Kim Chae-Gu,
erklärte dass er die Langzeitdiktatur Park zugunsten einer Demokratie
beenden wollte. Die Armee behielt allerdings weiterhin das Machtmonopol und Chun Doo-Hwan,
der damalige Chef des militärischen Sicherheitsdienstes kam an die
Macht. |
| 18.10.1906 |
gibt die Regierung von Choson die ersten Jubiläumsbriefmarken heraus. Diese
Jubiläumsbriefmarken erschienen aus Anlass des 40. Jahrestages der
Thronbesteigung Kaiser Kojongs und aus Anlass seines 51. Geburtstages. |
| 20.10.1998 |
verkündigt die südkoreanische Regierung dass der koreanische Markt für
japanische Massenkultur geöffnet werden soll. In Anbetracht der
antijapanischen Tendenz der Koreaner, die sich durch die Besatzung Koreas
durch Japan in den Emotionen der Koreaner gefestigt hatten und teils auch
vor der Befürchtung vor einer kulturellen Überflutung, war es bis dahin
verboten japanische Massenkultur nach Korea einzuführen. Es ist daher
bedeutend, dass man sich auf Regierungsebene entschlossen hatte die
defensive Kulturpolitik gegenüber Japan zu beenden und zum ersten Mal die
Einfuhr von japanischen Kulturprodukten zu genehmigen. Die
Einfuhrgenehmigung betraf an erster Stufe japanische Popmusik und
Zeichentrickfilme für die Kinovorführung. Der Import von Filmen wurde
begrenzt auf Filme, die bei internationalen Filmfestspielen ausgezeichnet
wurden oder bei denen sich Japan und Korea gemeinsam an der Produktion
beteiligt hatten. In Zuge der Maßnahmen für die vollständige
Öffnung des Marktes für japanische Massenkultur, die vor einiger Zeit
bekannt gegeben wurden, sind auch diese Einschränkungen fast vollständig
aufgehoben worden. |
| 23.10.1996 |
wird Ahn Doo-Chi, der ein Attentat gegen den Unabhängigkeitskämpfer und
Nationalhelden Kim
Ku verübt hatte, in seinem Haus in Incheon von einem Busfahrer namens
Park Gi-Son mit einem Knüppel ermordet. Dies war 47 Jahre nach dem er den
Mord an Kim Ku verübt hatte. Beim Polizeiverhör sagte Park, der
Mörder des Attentäters aus, dass er seit seines Lebens Kim Ku verehrt und
den Mord an seinem Attentäter genauestens geplant hatte. Park wurde im
darauffolgenden Jahr zu 3 Jahren Haft verurteilt und wieder ein Jahr darauf
im Zuge einer Sonderamnestie entlassen. Für einen Mord war dies eine
ungewöhnlich milde Strafe. Es wurde damit eine indirekte Rechtfertigung
für dein Mord an einer dieser Zeit bereits alt und gebrechlich gewordener
Person geschaffen, die sich durch das Attentat auf einen so
respektierten Nationalhelden wie Kim Ku zum Feind der Geschichte gemacht
hatte. |
| 25.10.1996 |
an diesem Tag tritt Südkorea der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei. Südkorea wurde damit 29.
Mitgliedsstaat der OECD. |
| 26.10.1909 | ist ein Datum, das in die Geschichte der koreanischen
Unabhängigkeitsbewegung einen wichtigen Stellenwert hat. An diesem Tag
wird der japanische Staatsmann und 1. japanische Ministerpräsident
Hirobumi Ito vom koreanischen Nationalisten und Unabhängigkeitskämpfer Ahn
Chun-Gun in Harbin (Mandschurei) ermordet.
Hirobumi Ito wirkte als Rädelsführer der Annexion Koreas entscheidend
an der forcierten Unterzeichnung des ungleichen Abkommens zwischen Korea
und Japan vom 17.11.1905,
mit welchem das koreanische Kaiserreich alle diplomatische Rechte als
souveräner Staat verlor. Ito hatte außerdem als Drahtzieher hinter dem
Attentat auf Kaiserin
Myongson, der letzten Kaiserin des koreanischen Reiches gewirkt. Sein
Attentäter, Ahn Chun-Gun, war einer der einflussreichsten
Unabhängigkeitsdenker dieser Zeit, führendes Mitglied der Exilregierung
in Shanghai und Generalleutnant der koreanischen freiwilligen Truppe, die
sich für den bewaffneten Kampf gegen Japan heimlich am Han-Fluß formiert
hatte. Im September 1909 hörte Ahn Chun-Gun, dass Hirobumi Ito nach
Harbin kommen werde um eine Unterredung mit dem russischen Minister
Kokovsev zu führen. Er beratschlagte sich mit den Zentralmitgliedern der
Freiwilligen Truppe und traf alle Vorbereitungen für das schon vor einige
Jahre zuvor beabsichtigte Attentat. Am 26. Oktober 1909 traf der
Sonderzug mit Ito in Harbin ein. Nachdem er im Zug ein kurzes Gespräch
mit Kokovsev geführt hatte, stieg er aus dem Zug und schritt eine Reihe
russischer Offiziere ab. Als er ungefähr in der Mitte angekommen war,
traf Ahn Chun-Gun nach vorne und feuerte mit einer Pistole auf ihn. Ito
wurde von 3 Schüssen getroffen. In der Vernehmung durch den russischen
Untersuchungsrichter erklärte Ahn Chun-Gun er habe Ito nicht aus eigenem
Antrieb sondern in seiner Funktion als Kommandant getötet, weil er in das
unabhängige Territorium Koreas eingefallen sei und den Frieden im Osten
korrumpiert habe. Im In- und Ausland sammelte man Geld für Ahn´s
Verteidigung und bedeutende Persönlichkeiten unterstützenden seine
Verteidigung. Am 14. Februar 1910 fand die Urteilsverkündung statt, der
vorsitzende Richter verkündete das Todesurteil. Einige Tage später starb
Ahn im japanischem Gefängnis. |
| 26.10.1979 | kommt der damalige südkoreanische Präsident Park
Chung-Hee, der durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war und
durch eine Blitzverfassungsänderung versucht hatte seine Machtbefugnisse
zu erweitern, durch ein Attentat ums Leben. Mit der Ermordung Park
Chung-Hees wurde seine 18 Jahre währende Machtergreifung beendet. Park
wurde vom damaligen Geheimdienstchef Kim Chae-Gu erschossen. Präsident
Park Chung-Hee soll vorher ihn für die Unruhen in Busan am 16. Oktober
verantwortlich gemacht haben. Kim Chae-Gu gab später als Grund an, er
habe die Diktatur zu Gunsten einer Demokratie beenden wollen. Er wurde
exekutiert, die Armee behielt allerdings weiterhin das
Machtmonopol. |
27.10.1919 |
wird der erste koreanische Film aufgeführt |
| 27.10.1967 | durchbricht Südkorea bei der Volkszählung die
30Millionengrenze. Um das schnelle Bevölkerungswachstum zu bremsen
probagiert die Regierung ab diesem Zeitpunkt eine regulierte
Familienplanung mit weniger Kindern, dank der das Bevölkerungswachstum
deutlich gebremst werden konnte. Heute steht die Anzahl der koreanischen Bevölkerung bei rund 50 Millionen |
| 31.10.1883 | wird die erste koreanische Zeitung "Hanson-ilbo"
herausgegeben. Hanson-Ilbo war das Modell für die moderne Zeitung in
Korea. Ursprünglich sollte der Schrifttext in der koreanischen Schrift
Hangul, gemischt mit chinesischen Schriftzeichen, herausgegeben werden.
Weil sehr viele konservative Gelehrte dagegen waren, wurden die
Zeitungsartikel nur in chinesischen Schriftzeichen verfasst. Die
Leserschicht bestand vornehmlich aus Beamten der Zentralregierung und
Beamten der Provinzbehörde sowie die Elite der Gelehrten, die in der
Lektüre von chinesischer Schrift bewandert waren. Auf verschiedenen
Gründen wurde die Zeitung nach 14 Monaten eingestellt und wurde dann im
Jahre 1886 in Form einer Wochenzeitung wieder begonnen. |