aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe
| Januar |
Februar |
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| Juli |
August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
| 01.08.1976 |
gewinnt Korea zum ersten Mal eine olympische Goldmedaille, und zwar bei den
21. Olympischen Spielen in Montreal. Der Goldmedaillengewinner war der
Ringkämpfer Yang San-Mo. Bereits 40 Jahre davor, bei den Olympischen
Spielen in Berlin hatte Sun Gi-Son die Goldmedaille im Marathon
gewonnen. Sun Gi-Son lief allerdings unter der japanischen Nationalflagge,
da Korea damals unter japanischer Besatzung stand. |
| 05.08.1995 |
wird der erste koreanische kommerzielle Rundfunksatellit in die Umlaufbahn
gebracht. Der Satellit Mugunghwa wurde vom Luftwaffenstützpunkt Kap
Carneval im US-Bundesstaat Florida abgeschossen. Der Ausstrahlungsbereich
umfasste die gesamte koreanische Halbinsel, die Teile von China, einen Teil
der japanischen Inseln und die Primovski-Region in Russland. Der Satellit
befindet sich bei 116° östliche Länge, 35786 Kilometer über der
Äquator. |
| 06.08.1653 |
berichtet Yi Whon-Jin, ein Pastor auf der Jeju-Insel, dass ein
niederländisches Handelsschiff vor der Jeju-Insel gestrandet sei. Auf dem
Schiff befanden sich der Niederländer Hendrik Hamel und eine Gefolgschaft
von 36 Mann, die die Strandung überlebt hatten. Hamel und seine Männer
wurden 14 Jahre lang in Korea, damals Choson, festgehalten. Dann gelang ihm
die Flucht und im Juli 1668 kehrten sie in die Niederlande zurück. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte Hendrik Hamel einen Bericht über die koreanische Kultur, Politik und Gesellschaft. Dies waren die ersten Aufzeichnungen über Korea, die in Europa bekannt wurden. |
| 08.08.1973 |
wird Oppositionsführer Kim Dae-Jung in einem Hotel in Tokio vom
südkoreanischen Geheimdienst entführt. Mehrere Tage lang galt er als
vermisst, für seine Bekannten und auch für die Öffentlichkeit war er
spurlos verschwunden. Innerhalb von 129 Stunden wurde er vom koreanischen
Geheimdienst zwangsweise nach Seoul verschleppt. Zum Zeitpunkt der
Entführung befand sich Kim Dae-Jung im Ausland wo er gegen die Regierung
Park Chung-Hee demonstriert hatte. Zuvor galt Kim Dae-Jung als
aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat der neuen demokratischen Partei.
Bei den 7. Präsidentschaftswahlen 1971 wurden ihm guten Chancen
eingeräumt. Als Resultat von groß angelegten Bestechungen im Wahlkampf
verlor er gegen den Kandidaten Park Chung-Hee. Im darauffolgenden Jahr, als
sich Kim Dae-Jung zur ärztlichen Behandlung in Japan aufhielt, wurde im
Oktober die Yushin-Verfassung erlassen. Streng genommen handelte es sich um
eine Verfassungsrevision. Es wurden allerdings so tiefgreifende
Veränderungen vorgenommen, dass man sagen kann dass eine völlig neue
Verfassung in Kraft trat, mit Elementen, die Park Chung-Hees langjährige
Machtergreifung ermöglichen sollte. Kim Dae-Jung entschied sich im Ausland
zu bleiben und organisierte von dort aus Demonstrationen gegen die
Yushin-Verfassung. Von Geheimdienstagenten gekidnappt wurde er in Seoul
illegal unter Arrest gestellt. Die koreanische sowie internationale Presse
widmeten den Gegebenheiten größte Aufmerksamkeit, wobei die koreanische
Regierung sämtliche Vorwürfe abstritt. In Japan wurde die öffentlich
Meinung immer stärker dass es sich bei der Entführung um einen Verstoß
gegen die staatliche Souveränität Japans handelte, da sich die Entführung
in Japan ereignete. Es kam dadurch zur Vereisung der koreanisch-japanischen
Beziehungen. Als Folge wurde der erste Sekretär der koreanischen Botschaft
in Japan entlassen und Kim Dae-Jung wurde in der Verhandlung über seine
Aktionen und Bemerkungen der im Ausland gemacht hatte, freigesprochen. |
| 09.08.1936 |
gewinnt Son Ki-jeong bei den 11. Olympischen Spielen in Berlin die
Goldmedaille im Marathon. Mit 2:29:19 Stunden hat er damals einen Weltrekord
aufgestellt. Leider musste Son Ki-jeong unter der japanischen Nationalflagge
laufen, da sich Korea damals unter japanischer Besatzung befand. |
| 15.08.1945 |
Unabhängigkeit Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft. Die
Wiedererlangung der staatlichen Souveränität Koreas geschah mit der
Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. Im Potsdamer Abkommen vom 26.Juli
1945 wird die bedingungslose Unterwerfung Japans und die Unabhängigkeit
Koreas gefordert. Die Atombomben über Nagasaki und Hiroshima beenden den
Krieg und mit seiner Kapitulation anerkennt Japan das Potsdamer Abkommen und
kündigt die bedingungslose Aufgabe an. Demokratische Kräfte unter der
Führung des Unabhängigkeitskämpfers Yon Jong gründen am 15. August 1945
ein Vorbereitungskomitee für die nationale Unabhängigkeit Koreas. Zur
Bildung eines souveränen Staatsgefüges sollte es aber erst einige Jahre
später kommen, denn bei einer Dreimächtekonferenz zwischen den USA, der
Sowjetunion und Großbritannien wurde für Korea eine Treuhandherrschaft von
bis zu 5 Jahren beschlossen. Hinter diesem Beschluss stand die befremdliche
Annahme der Weltmächte dass Korea nicht im Stande sei sich selbst zu
regieren. Aufgrund dieses Beschlusses wird die koreanische Halbinsel entlang
des 38. Breitengrades in zwei Besatzungszonen eingeteilt. Im Norden ziehen
die sowjetischen Truppen ein und im Süden landen die US-amerikanische
Militärregierung. Im Laufe der Treuhandregierung wird geplant Wahlen in
Korea durchzuführen um die Selbstregierung Koreas zu ermöglichen. Nach
vergeblichen Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und der
Sowjetunion werden im Jahre 1948 auf Südkorea begrenzte freie Wahlen
durchgeführt und die Republik Südkorea gegründet. Nachdem sich die
südkoreanische Regierung etabliert hatte verließen die US-amerikanischen
Besatzungstruppen bis auf ein kleines Überwachungskontingent 1948
Südkorea. Die Regierungsrechte wurden an die südkoreanische Regierung
übergeben und Südkorea wurde ein von fremden Kräften unabhängiger
Staat. |
| 15.08.1974 |
erliegt die Gattin des damaligen Präsidenten Park Chung-Hee den Schüssen
eines Attentäters, die dem Präsidenten gegolten hatten. Der Zwischenfall
ereignete sich als Park Chung-Hee anlässlich des Jahrestages der
Unabhängigkeit Koreas im Nationaltheater in Seoul eine Rede hielt. Nach
etwa der Hälfte der Rede erhob sich ein in Japan wohnender Auslandskoreaner
und lief aus seiner Pistole feuernd den Gang des Theaters in Richtung
Rednerpult hinunter. Die auf den Präsidenten gezielten Schüsse trafen
jedoch nicht ihn, sondern seine Gattin, die noch am gleichen Tag ihren
Verletzungen erlag. Es gab Vermutungen dass dieses Attentat von der
nordkoreanischen Regierung geplant worden war, die allerdings diese
Behauptung dementierte. Die südkoreanische Regierung forderte von Japan die
Auflösung der in Japan befindlichen Organisation "Pro nordkoreanische
Auslandskoreaner". Dies Ansinnen wurde jedoch von der japanischen
Regierung abgelehnt und es kam zu einer Krise zwischen Seoul und Tokio, die
allerdings nach einigen Wochen beigelegt werden konnte. |
| 15.08.1995 |
wird das ehemalige Gebäude des japanischen Generalgouvernements in Seoul
abgerissen. Das 1926 erbaute Gebäude des japanischen Generalgouvernements
war das Symbol der Gewaltherrschaft und Unterdrückung. Mit dessen Abriss
hatte das Innenministerium begonnen die Spuren der japanischen
Kolonialherrschaft zu entfernen. Landesweit wurden 20 Stahlpfosten entfernt,
die Japan in sogenannten energieausstrahlenden Gegenden in den Boden gerammt
hatte um die Koreaner kraftlos zu machen. 129 Ortsnamen, die japanische
Namen erhalten hatten, erhielten wieder ihren koreanischen Namen
zurück. |
| 24.08.1945 |
explodiert das 4730 Tonnen schwere Passagierschiff Okishima in der Nähe des
japanischen Hafens Maishiro. Auf der Okishima befanden sich Koreaner, die
während der japanischen Besatzung zur Zwangsarbeit nach Japan verschleppt
wurden und deren Familienangehörige. Die japanische Regierung gab damals
bekannt, dass sich 3725 Koreaner und 255 japanische Marinesoldaten auf dem
Schiff befanden und dass darunter 524 Koreaner und 25 japanische Soldaten
ums Leben gekommen waren. Augenzeugen sagen allerdings aus, dass sich bis zu
7500 Koreaner auf dem Schiff befanden und rund 5000 bei der Explosion ums
Leben kamen. Weil die Passagiere mit Gewalt auf das Schiff gezwungen wurden
ohne dass vorher eine Namensliste aufgesetzt wurde, konnte die genaue Anzahl
der Verstorbenen bisher nicht ausgemacht werden. Unter den Passagieren
befanden sich auch viele Kinder und ältere Menschen. Nach der Niederlage im Pazifischen Krieg beschloss die Regierung Koreaner, die sich in Japan befanden, zwangsweise nach Korea zurückzuverschiffen. Ab 18. August wurde das Gerücht verbreitet dass die Koreaner einen Aufstand planten und unter diesem Vorwand wurden sie gezwungen auf die Okishima zu steigen. 4 Tage lang mussten die Passagiere eng zusammen gedrängt auf den dunklen Schiff in ängstlicher Stimmung verbringen, bis das Schiff am 22. August 1945 dann aufs Meer fuhr. Den Passagieren wurde erzählt dass sie nach Busan gebracht werden, aber anstatt Kurs auf Busan zu nehmen bewegte sich das Schiff entlang der japanischen Küste und fuhr in den Hafen von Maishiro ein. Etwa 300 Meter vor dem Hafen machte es halt und ging dann einige Minuten später in die Luft. Die japanische Regierung erklärte dass das Schiff auf eine amerikanische Seemine gestoßen und deshalb explodiert sei, die Überlebenden sind allerdings der festen Ansicht dass es sich um einen geplanten Mord gehandelt habe. Dafür spricht auch dass ein Quartier, in dem die japanischen Soldanten, die den Schiffbruch überlebt hatten, untergebracht wurden, kurz nach dem Fall ebenfalls explodierte. |
| 25.08.1936 |
ereignete sich ein Fall, infolge dessen die Herausgabe der koreanischen
Tageszeitung Dong-A ilbo einige Tage später zwangsweise und unbefristet
eingestellt wurde.
Der Marathonläufer Son Ki-jeong hatte bei der Sommer-Olympiade in Berlin
die Goldmedaille gewonnen und in koreanischen Zeitungen wurde dies
erfreuliche Ereignis als Topthema behandelt. Korea befand sich allerdings
unter japanischer Besatzung und als Son Ki-jeong die Goldmedaille erhielt
wurde die japanische Nationalflagge gehisst. Als Protest dagegen
veröffentlichte die Tageszeitung Dong-A ilbo ein Foto von Sun, auf dem die
japanische Nationalflagge absichtlich ausradiert war. Das japanische
Generalgouvernement ging mit harten Strafen dagegen vor, die Herausgabe der
Dong-A ilbo wurde eingestellt und 5 Redaktionsmitglieder wurden inhaftiert |
| 28.08.1952 |
bricht der Streit um das Besitzrecht über die Tokto-Insel aus. Die
Beanspruchung Japans der Tokto-Insel geht auf die Zeit der Choson-Dynastie
zurück. Zu einem richtigen Konfliktfall in der näheren Zeit wird die Insel
Tokto als am 28. August 1952 japanische Truppen auf der Insel landen und die
Insel als japanisches Territorium deklarieren.
Die Einwohner der nahe gelegenen Ullungdo-Insel schließen sich darauf
hin zu einer Bürgerwehr zusammen und verjagen die japanischen Truppen von
der Tokto-Insel. Seit dem streiten sich beide Länder wem die Insel
gehört. |