aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe
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November |
Dezember |
| 01.03.1919 | ist das Datum der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung, die auf dem
Höhepunkt der japanischen Besatzung ins Rollen kam. Dies ist auch
allgemein als Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März bekannt. Die
koreanischen Unabhängigkeitskämpfer, die sich seit der Annexion durch
Japan im Jahre 1910, gegen Japan gewehrt hatten, bündelten zum ersten Mal
ihre Kräfte. 33 Volksvertreter, darunter hauptsächlich Dichter,
Schriftsteller, Religionsvertreter und andere Intellektuelle, die sich bis
dahin sporadisch für die Unabhängigkeit eingesetzt hatten, riefen mit
einer Unabhängigkeitsproklamation zu Massenprotesten auf. Motiviert
wurden sie durch die nationale Selbstbestimmungsidee des US-amerikanischen
Präsidenten Willson nach dem 1. Weltkrieg. Der Kundgebung der 33
Vertreter folgten Demonstrationen und zum ersten Mal bildete die
koreanische Bevölkerung eine Protestfront gegen die japanische Besatzung.
Durch japanischen Soldaten wurde die erste massenweise
Unabhängigkeitsdemonstration allerdings niedergeschlagen. An der Bewegung
hatten mehr als 2 Millionen Koreaner teilgenommen. Mehr als 7500 kamen ums
Leben, 16000 wurden verletzt und 4 Menschen kamen ins Gefängnis. Die
Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März blieb allerdings nicht fruchtlos.
Sie wurde vor allem für die koreanischen Unabhängigkeitskämpfer, die im
Ausland aktiv waren, zum geistigen Nährboden für friedensorganisierten
Bewegungen gegen die japanische Besatzung. Wie auch z.B. zur Gründung der
provisorischen koreanischen Regierung in Shanghai. Im Geist der
Solidarität und Organisation, die durch den ersten März vermittelt
wurde, liegen auch die Wurzeln für die Gründung des souveränen
koreanischen Staates sowie der heutigen Wiedervereinigungsbewegung. |
| 02.03.1968 | wird in der koreanischen Kirchengeschichte zum ersten Mal eine Frau
Pastorin. Es ist Han Dung-Shin, die als erste koreanische Pfarrerin,
Predigten halten darf. |
| 03.03.1973 | wird die Korean Broadcasting System - kurz KBS - gegründet. Im
September 1971 erklärte das parlamentarische Komitee zur Kultur und
Öffentlichkeitsarbeit dass der damals staatliche Regierungssender des
Ministeriums für Öffentlichkeitsarbeit zur öffentlich-rechtlichen
Gesellschaft transformiert werden solle. Im Dezember 1972 wurde bei einer
Notsitzung des Kabinetts ein Gesetz für die koreanische
Rundfunkgesellschaft erlassen und auf Basis dieses Gesetzes wurde das
heutige KBS gegründet. Der Ursprung von KBS war der Kyongsong-Sender, der
erste koreanische Rundfunksender der während der japanischen Besatzung im
Jahre 1927 gegründet wurde. Nach der Unabhängigkeit wurde der
Kyongsong-Sender umstrukturiert, zu einem staatlich geführten
Regierungssender. Doch die staatliche Leitung hatte Widersprüche und ein
uneffizientes Management zur Folge. Um dieses Problem zu lösen wurden die
16 lokalen Sender vereint und in Form einer öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalt umstrukturiert. Der Kern des Gesetzes für den öffentlich-rechtlichen Rundfunksender KBS besteht darin, dass der Sender das Land mit guten Rundfunksendungen versorgt und zur Entwicklung der Rundfunkkultur sowie zur Verbesserung der öffentlichen Wohlfahrt beiträgt um eine für die gesamte Bevölkerung zugängliche Informationsquelle zu bieten. |
| 08.03.1930 | stirbt der erste koreanische Pilot Ahn Jang-Nam, bei seinen Aktivitäten
an der chinesischen Front für die koreanische Unabhängigkeit. Ahn
Jang-Nam wurde im Jahre 1900 in Seoul geboren. 1918 ging er nach Japan und
lernte dort Flugzeuge zu bauen. Danach studierte er an der japanischen
Flugzeugschule und bestand das Pilotenexamen. 1921 wurde Ahn Pilot für
Postflugzeuge zwischen Tokio und Osaka und im darauf folgenden Jahr konnte
er nach langer Zeit auf Einladung der Tageszeitung Tongha-Ilbo seine
Heimat Korea besuchen. Der Besuch Ahn Jang-Nams und seine Flugschau vor
der koreanischen Bevölkerung waren damals eine Sensation, die ihn zum
Volkshelden werden ließ. Als Ausbilder für Offiziere der Flugzeugschule
im chinesischen Dainang setzte er sich aktiv für die koreanische
Unabhängigkeitsbewegung ein. Beim Flug an der chinesischen Front für die
Unabhängigkeit stürzte er ab und starb. |
| 10.03.1968 | wurde erstmals die Einwohnermeldung eingeführt. |
| 11.03.1954 | löst der Roman "Die freie Frau" des Schriftstellers Chong
Ji-Sok eine heftige Diskussion aus. Chong Ji-Sok veröffentlichte diesen
Serienroman, in dem er Entgleisung und Ehebruch einer Frau aus gesitteten
Verhältnissen beschreibt, in der Seouler Tageszeitung. Dieser Roman
stößt auf große Resonanz und wird als Buch herausgegeben zum
Bestseller. Ein Universitätsprofessor kritisiert den Autor öffentlich
der Sittenwidrigkeit, worauf dieser am 11. März 1954 mit scharfer
Gegenkritik antwortet. Seine Wiederlegung löst eine heftige Diskussion um
den Roman aus, der sich auf die gesamte Bevölkerung ausweitet und sich zu
einem Sozialproblem entwickelt. Intellektuelle sowie Frauenorganisationen
fordern daraufhin die Einstellung der Serie. |
| 12.03.1948 | nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg wird Korea wieder
unabhängig. Die Entwaffnung Japans erfolgt im Norden durch die
Sowjetunion und im Süden durch die USA. Nach wiederholten Uneinigkeiten
innerhalb des gemeinsamen Komitees der USA und der Sowjetunion über die
Zukunft der koreanischen Halbinsel überträgt die USA die Angelegenheit
der Vereinten Nationen. Die UN beschließen am genannten Tag, dem 12.
März 1948, Gesamtwahlen in Korea durchzuführen um eine selbständige
Regierung zu etablieren. Dieses Datum markiert die Teilung Koreas, denn
die Sowjetunion lehnt die Durchführung der Wahlen in Nord- und Südkorea
unter Aufsicht der Vereinten Nationen ab und verweigert der UN-Delegation
die Einreise nach Nordkorea. Die Wählen können daher nur in Südkorea
stattfinden. Ehemalige Unabhängigkeitskämpfer wie Kim
Ku und Kim
Yu-Shik, sind besorgt darüber dass die Teilung endgültig wird, wenn
sich durch die auf Südkorea beschränkten Wahlen eine
separate südkoreanische Regierung etabliert. Sie bemühen
sich daher beide Teile Koreas an den Verhandlungstisch zu führen um eine
gemeinsame vereinte Regierung zu gründen. Die Bemühungen bleiben
allerdings erfolglos. Am 10. Mai 1948 finden die Wahlen unter Leitung der
Vereinten Nationen in Südkorea statt und das Verfassungsparlament wählt Rhee
Synman zum ersten Präsidenten der südkoreanischen Republik. |
| 15.03.1946 | wird der Postverkehr zwischen Nord- und Südkorea aufgenommen. Dieser
Beschluss, den innerkoreanischen Briefaustausch zu genehmigen, wurde im
gemeinsamen Komitee der USA und Sowjetunion gefällt. Der historische
Postaustausch findet am genannten Datum im nordkoreanischen Kaesong statt.
300000 Briefe und Pakete sowie 10000 Dokumente, fließen an diesem Tag vom
Süden in den Norden und 10000 Briefe und Pakete sowie 250 Dokumente
wurden vom Norden in den Süden transportiert. Der Postaustausch fließt
bis zum Ausbruch des Koreakrieges. |
| 16.03.1923 | gründet der Kinderbuchautor Kang Jong-Hwan in Tokio- die Organisation
Saekdonghae, was soviel bedeutet wie "Der Verein der bunten
Farben". Sakedonghae ist die erste koreanische Kinderorganisation,
die sich für die Rechte der Kinder und für die Entwicklung kindgerechter
Kulturthemen einsetzt. Die Organisation veröffentlichte am 20.03 des
Gründungsjahres die erste Kinderzeitschrift "Kinder" und
bestimmte den 1. Mai zum Kindertag. Im selben Jahr veranstaltete
Saekdonghae einen Kursus für Kinderkunst. Der Kindertag des
darauffolgenden Jahres wurde mit Theateraufführungen, Märchenstunde und
Gesangswettbewerb gefeiert. 1928 wird eine internationale Ausstellung für
Kinderkunst veranstaltet. Nach dem Tod von Kang Jong-Hwan und im Zuge der
verstärkten Unterdrückung durch Japan wird die Herausgabe der
Zeitschrift "Kinder" im Jahre 1934 eingestellt und alle
Veranstaltungen zum Kindertag werden verboten. Mit der Unabhängigkeit
wird die Zeitschrift dann erneut ins Leben gerufen und der Kindertag wird
auf den 5. Mai festgelegt. Nach dem Koreakrieg und in den Jahren der Armut
bestand Saekdonghae eine zeitlang nur dem Namen nach. Die Aktivitäten
werden erst zum Kindertag 1967 wieder aufgenommen. Die Organisation setzt
sich dafür ein, dass der Kindertag zum öffentlichen Feiertag erklärt
wird, und ruft verschiedene Auszeichnungen für Kinderliteratur und
Kinderrecht ins Leben. Zum 100jährigen Jubiläum der Geburt von
Kang Jong-Hwan wird eine Zentrale zur Gestaltung eines Landes wo Kinder
glücklich sind, gegründet. Im Jahre 1995 erhält Saekdonghae für seine
Aktivitäten den dänischen Lego-Preis. |
| 19.03.1902 | Mit der Öffnung der ersten Telefonleitung zwischen Seoul und
Inch´on kam auch das Telefon nach Korea. Der Telefonbetrieb begann allerdings erst
6 Monate nachdem die Leitung eröffnet wurde. Das erste Telefonnetz
verband den Toksu-Palast mit Inchon und den zentralen Behörden von
Seoul. 50 Personen in Seoul und 30 Personen in Inchon waren in das
Telefonnetz eingetragen. 6 Jahre später wurde ein Langstreckennetz
zwischen Inchon, Seoul und Yungsan und zwischen Pyongyang und Nampo. |
| 22.03.1948 | kurz nach dem Korea von Japan unabhängig geworden war, wurden in Japan
die Schulen der in Japan lebenden Schulen geschlossen. Einige Schulen
blieben allerdings unter japanischer Leitung erhalten, die Namen der
Schulen wurden japanisiert und es wurden japanische Direktoren
eingestellt. Trotz dieser Maßnahmen setzte sich in diesen wenigen Schulen
die koreanische Erziehung, die Bildung in koreanischer Sprache und
Geschichte durch. |
| 24.03.1964 | erheben sich Studenten zu Demonstrationen zu den sogenannten
"Demütigende Außenpolitik zu Japan". Anlass war das bis dahin
geheimgehaltene Memorandum zur Normalisierung der koreanisch-japanischen
Beziehungen, das zwischen der japanischen und koreanischen Regierung
abgeschlossen wurde. Dieses Memorandum umfasste unter anderem dass Japan
als Entschädigung für die 36jährige Besatzung insgesamt 300 Millionen
US-Dollar im Zeitraum von 10 Jahren zahlen würde. Der damalige
koreanische Präsident Park Chung-Hee hatte trotz dieser Voraussetzung die
Normalisierung der koreanisch-japanischen Beziehungen vorangetrieben, da
er sich dadurch einen Durchbruch für den wirtschaftlichen Aufbau des
völlig zerstörten Landes versprach. Denn Japan hatte zusätzliche 200
Millionen US-Dollar Darlehen hinterlegt. Die koreanische Bevölkerung, die
von der Besatzung Japans noch nicht geheilt waren, äußerten sich mit
größter Empörung darüber, dass sich Japan durch diese Vereinbarung
seiner Schuld bereinigen würde. Die Demonstrationen der Studenten vom 24.
März 1964 breitete sich am darauf folgenden Tag auf die gesamte
Bevölkerung aus und wurden so heftig dass letztendlich ein
Notstandsbefehl ausgerufen werden musste. |
| 25.03.1392 |
gründet T´aejo Yi
Songgye das Reich Choson |
| 25.03.1946 | findet zum ersten Mal seit der Teilung Koreas in Seoul ein
Seoul-Pyongyang-Fussballmatch statt. Dieses Fußballmatch, bei dem zum ersten Mal nordkoreanische und südkoreanische Sportler zusammen geführt wurden, legte den Grundstein für den späteren und heutigen innerkoreanischen Sportaustausch. |
| 27.03.1982 | an diesem Tag wurde der Profibaseball in Korea ins Leben gerufen. Baseball kam im Jahre 1905 erstmals nach Korea. Amerikanische Missionare brachten damals den Mitgliedern des heutigen YMCA die Regeln des Baseballs bei. Das erste Spiel fand zwischen dem Team des YMCA und dem Team der Deutschen Schule statt. Eine Gruppe von koreanischen Studenten in Japan besuchte die Heimat und arrangierte ein Spiel gegen ein Team, das sich aus koreanischen Baseballspieler und amerikanischen Missionaren zusammensetzte. Die Studentengruppe gewann und präsentierte sich in einheitlicher Schuluniform, in der sie durch das ganze Land reisten und Schauwettkämpfe bestritten. Mit den USA und Japan gehört Korea zu den drei Ländern, in denen der Baseball zu den beliebtesten Sportarten gehört. |