aus der gleichnamigen RKI - Sendereihe
| Januar |
Februar |
März |
April |
Mai |
Juni |
| Juli |
August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
| 05.01.1896 | im 32. Regierungsjahr König Kojong gab es einen Aufstand einer Truppe
freiwilliger Soldaten, die sich der Treue zum Choson-Königreich
verpflichtet hatten. Es war die erste antijapanische Bewegung der
Freiwilligen Armee zu Ende Chosons. Am 20. August 1895 nach Mondkalender (8. Oktober 1895 nach dem Sonnenkalender) wurde Chosons letzte Kaiserin Myongson unter dem Kommando des in Choson befindlichen japanischen Diplomaten Miura von japanischen Soldaten und Polizisten im Chongbok-Königspalast überfallen und ermordet. Diese erschütternde Nachricht hatte das ganze Land schockiert. Ein Kreis von Konfuzianisten, die das Land vor dem Einzug fremder Kulturen bewahren wollte, plante einen Aufstand um das pro japanische Kabinett zu stürzen und die japanischen Kräfte zu vertreiben. Der Aufstand wurde in der Nord-Chungchong-Provinz entfacht und breitete sich immer stärker im ganzen Land aus. In dieser Situation wurde die Verordnung erlassen, dass alle Männer die Haare kurz zu schneiden hatten. Damals trugen die Männer in Choson, und vor allem diejenigen die als Gelehrte dem konfuzianischen Gedankengut zugeneigt, die Haare lang und nach oben gedreht. Die Verordnung zum Kurzhaarschnitt vergrößerte die Verwirrung unter den Koreaner. Es war so zu sagen der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Im Zentrum des Aufstands der freiwilligen patriotischen Soldaten standen die konfuzianischen Gelehrten. Das bewaffnete Soldatenheer bestand allerdings vorwiegend aus Bauern, die bereits bei vorher gehenden Bauernaufständen mitgewirkt hatten. In diesem Durcheinander schafften es pro russisch gesinnte Politiker das Kabinett zu besetzen. Mit der Abschaffung der Kurzhaarverordnung und der Abschaffung einiger öffentlicher Steuern, die das Volk belastet hatten, konnten sie dann den Aufstand langsam zum Abklingen bringen. |
| 05.01.1982 | wird das nächtliche Passantenverbot aufgelöst. Das Passantenverbot
wurde 1945, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erlassen. Punkt 24 Uhr erklang
eine heulende Sirene durch das Land und niemand durfte sich länger auf
den Strassen aufhalten. Es gibt sehr viele interessante Episoden über das
Passantenverbot:
Polizisten mit Knüppeln liefen durch die Strassen um diejenigen, die
sich noch auf der Strasse befanden, einzufangen. Das Passantenverbot
beschreibt wie stark den koreanischen Bürger damals Grenzen in ihrer
Bewegungsfreiheit gesetzt wurden. |
| 07.01.1483 | entwickelt der koreanische Naturwissenschaftler Chang Yong-Chil die
weltweit erste automatische Wasseruhr Ungno. Chang Yong-Chil gehörte als
Sohn einer Giseng zur sozialen Schicht der Knechte. Schon als kleines Kind
verstand er es Agrargeräte und Waffen zu reparieren und zu konstruieren.
Trotz seines Talents wurde er auf Sonderbefehl von König Sejong zum
amtlichen Wissenschaftler ernannt und konnte sich so seiner Knechtschaft
entkleiden. Außer der automatischen Wasseruhr hat Chong Yong-Chil eine
Reihe von bedeutungsvollen Erfindungen hinterlassen, darunter auch den
weltweit ersten Regenmesser. |
| 07.01.1937 | entscheidet das japanische Generalgouverment das bis dahin die
Vorführung ausländischer Filmen in Korea verboten hatte, die Vorführung
von ausländischen Filmen bis zu 50% zu genehmigen. Damit wurden zum
ersten Mal in Korea ausländische Filme im Kino vorgestellt. |
| 14.01.1978 | verschwindet das berühmte Filmehepaar, die bekannte koreanische
Schauspielerin Choi Un-Hi und der bekannte Regisseur Chin San-Muk in
Hongkong spurlos. 1984 wird durch den südkoreanischen Geheimdienst
bekannt, dass beide nach Nordkorea entführt worden sind. Die Fans sind
damals überaus schockiert gewesen über diese Nachricht. Es wird auch
bekannt dass beide mittlerweile in der nordkoreanischen Filmszene überaus
aktiv sind. 1986 flieht das Ehepaar nach Wien und sucht Schutz in der
US-amerikanischen Botschaft. Von der Entführung bis zur Flucht waren 8
Jahre vergangen. In dieser Zeit hat das Filmpaar Dinge erlebt, die man
sich nur in einem Film vorstellen kann. |
| 14.01.1996 | wird der Satellit Mugunghwa II erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht.
Der Satellit war ursprünglich als Vorbereitungssatellit für Mugunghwa I
gedacht. Seit Juli 1996 werden allerdings beide Satelliten gleichzeitig
betrieben. Zur effektiven Nutzung der Frequenzquellen wird Mugunghwa II
mit einem Frequenzverteilungssystem ausgestattet, das sich von Mugunghwa I
unterscheidet. |
| 14.01.1987 | ereignet sich etwas, der ein Meilenstein in der
Demokratisierungsbewegung in Korea setzen sollte. Park Chung-Chol, damals
Student der Nationaluniversität Seoul, wurde im Zusammenhang mit dem
Komitee der Seouler Nationaluniversität zur Etablierung der Demokratie
verhaftet. Bei Untersuchungen kam er bei Folterungen ums Leben. Anfangs
versuchte die Polizei die Tatsachen über die Ursachen, die zum Tod des
Studenten geführt hatten, zu verdecken. Ein Arzt namens Oh Yong-Chang,
der als erste Person eine Obduktion der Leiche vorgenommen hatte, bezeugte
dann dass Park an den Folgen einer Wasserfolter gestorben war. Als diese
Tatsache ans Licht kam, erhob sich die Bevölkerung landesweit zu
Demonstrationen. Um die Situation unter Kontrolle zu bekommen wurden im
Mai 8 Regierungsangehörige, darunter der damalige Ministerpräsident, der
Chef des Geheimdienstes und der Innenminister, entlassen. Trotz dieser
Maßnahme zur Beschwichtigung der demonstrierenden Massen fingen die
Demonstrationen weiter Feuer. Einen Tag vor dem großen Friedensmarsch,
den die Bürger für den Tag der Parteiversammlung der damals regierenden
Partei geplant hatten, kam ein weiterer Student, Yi Han-Jol durch eine
Tränengasgranate, die die Polizisten abgeschossen hatten, ums Leben. Die
Empörung über den Tod von Yi Han-Jol gipfelte in massive Demonstrationen
der Bevölkerung zur Demokratisierung, die als Widerstand vom Juni in die
Geschichte eingegangen sind. Der gruppenübergreifende Aufstand mit
massiven Straßenschlachten war so schwerwiegend, dass die Regierung die
Demokratisierungsforderungen nicht länger verweigern konnte. Roh Tae-Woo,
der damalige Präsidentschaftskandidat der regierenden Partei, gab am 29.
Juni eine Erklärung bekannt. In der Erklärung wurden unter anderem
Freilassung von politischen Gefangenen, Amnestie für Kim
Dae-Jung, Ausdehnung der Grund- und Menschenrechte, Einführung von
Direktwahlen und Gewährleistung von freien Medienaktivitäten
versprochen. |
| 15.01.1987 | flieht die 11köpfige Familie von Kim Man-Chol aus Nordkorea. Über
Japan erreichen sie am 8. Februar Kimpo in Südkorea. Angesichts der
vielen Flüchtlinge sind Überläufe von nordkoreanischen Familien heute
keine Seltenheit mehr. Vor 15 Jahren war die Flucht von Kim Man-Chol und
seiner Familie von Nord- nach Südkorea aber ein Ereignis, das von den
Medien in spektakulärer Aufmachung dargestellt wurde. |
| 20.01.1953 | wird der erste koreanische Kindergarten, der
Ewha-Kindergarten eröffnet. Dieser Kindergarten wurde von der Ewha-Schule
eröffnet, die von amerikanischen Missionaren zur Förderung der
Frauenbildung in Korea gegründet wurde. Aus der Ewha-Schule ist die
heutige Ewha-Frauenuniversität hervorgegangen. |
| 20.01.1986 |
exportiert Hyundai - Motors als erstes koreanisches
Unternehmen Kraftfahrzeuge in die USA. |
| 21.01.1968 | an diesem Tag drangen 31 Spione aus Nordkorea bis in die
Hauptstadt Seoul ein. Ihr Zahl war das Blaue
Haus, der Residenz des südkoreanischen Präsidenten, zu überfallen
und Attentate auf wichtige Regierungsmitglieder auszuüben. Die Spione
waren mit Handgranaten und Maschinengewehren bewaffnet. Auf dem Weg
zum Blauen Haus gerieten die Spione etwa nachts um 10 Uhr ins Kontrollnetz
der Polizei. Als sie von der Polizei identifiziert wurden, warfen sie mit
Handgranaten und schossen mit ihren Maschinenpistolen herum, so dass viele
Bürger und Polizisten ums Leben kamen. Sofort wurde die Militärpolizei
mobilisiert, worauf einer der Spione festgenommen werden konnte. 28 kamen
allerdings bei dem Zusammenstoß ums Leben und 2 verschwanden spurlos. Der
verhaftete Spion Kim Shin-Ju gestand bei einer Pressekonferenz dass die
Spione von der nordkoreanischen Regierung den Auftrag erhalten habe, das
Blaue Haus in die Luft zu jagen und den südkoreanischen Präsidenten zu
ermorden. Kim Shin-Ju nahm später die südkoreanische Staatsbürgerschaft
an. Die Offiziere, deren Entlassung vom Militär für den 7. Februar
bevorstand durften nach diesem Ereignis das Militär nicht verlassen. Die
Dienstfrist von Marine, Luftwaffe und Heer wurde auf 6 Monate verlängert
und in die Schulen wurde ein militärischer Trainingsunterricht
eingeführt. |
| 25.01.1886 | wurde die erste koreanische Wochenzeitung Hansong-chubo
herausgegeben. Für die Verfassung der Texte wurden nicht nur chinesische
Schriftzeichen, sondern auch die koreanische Schrift verwendet, so dass
sie auch von denjenigen gelesen werden konnte, die keine chinesischen
Schriftzeichen kannten. In Hinsicht auf die Aufklärung und Förderung des
Allgemeinwissens der Bevölkerung war die Gründung dieser Zeitung eine
progressive Entwicklung. Im darauffolgenden Monat wird in der 4. Ausgabe
zum ersten Mal eine Werbeannonce geschaltet. Diese Werbung gilt als die
erste kommerzielle Werbung in Korea. Am 14. Juli 1888 musste die
Herausgabe von Hansong-chubo, das sich lange Zeit dafür eingesetzt hatte
dass sich das Land der westlichen Zivilisation öffnet, wegen chronischen
Verlusten eingestellt werden. |
| 27.01.1883 | entstand im 20. Regierungsjahr von König Kojong in der Choson-Dynastie.
Die koreanische
Nationalflagge symbolisiert das grundlegende Entstehungsprinzip der
Natur und des Universums. Der rote Teil im zentralen Kreis steht für
Reichtum und dem positiven Pol, während der blaue Teil Hoffnung und den
negativen Pol ausdrückt. Die Strichmuster in den 4 Ecken der Flagge
tragen den Sinn der schöpferischen Weltansicht, die sich durch Himmel,
Erde, Sonne, Mond und auch die 4 Jahreszeiten und die 4 Himmelsrichtungen
ausdrückt. Bereits im 17. Jahrhundert schrieb Hon Chi-Hon, ein
koreanischer Abgesandter für die chinesische Chong-Dynastie dass Choson
als souveräner Staat eine Nationalflagge benötige. Er schlug damals als
Emblem einen Drachen im Zentrum vor, das allerdings von Choson ignoriert
wurde. Erörterungen über die Notwendigkeit einer Nationalflagge fanden
erst richtig statt, nach der Belagerung der Kangwha-Insel durch Japaner im
Jahre 1867. Mit der Belagerung wollten die japanischen Streitkräfte
Choson zur Öffnung und Annahme der japanischen Kultur zwingen. Als man
von Choson aus mit Kanonen auf japanische Schiffe schoss, beklagte sich
Japan darüber dass seine Schiffe beschossen wurden, obwohl diese die
japanische Nationalflagge trugen. Der koreanische Hof begann den
symbolischen Charakter einer Nationalflagge zu verstehen und Choson schlug
als Motiv ein blaurotweißen Kreis vor. Rot als Zeichen für den König,
Blau für die Regierung und Weiß als Symbol für das Volk. Es wurde
kritisiert, dass dies der japanischen Nationalflagge ähnlich sei und als
Alternative wurde ein großer Drache auf weißer Fläche vorgeschlagen.
Dieser Drache war allerdings viel zu kompliziert zu malen und nach
längerer Überlegung und Diskussionen wurde das heutige Motiv am 27.
Januar 1883 zur offiziellen Nationalflagge erklärt. 1948 mit der
Gründung Südkoreas wurden die leicht abweichenden Muster
vereinheitlicht. |
| 28.01.1898 | wurde im koreanischen Palast zum ersten Mal eine Telefonleitung
eröffnet. Das erste Telefon war bereits 4 Jahre zuvor über China nach
Korea gekommen. Es handelte sich damals um ein Telefon zur Anwendung in
Palästen. In Folge eines schwerwiegenden Bauerkrieges und dem Ausbruch
des chinesisch-japanischen Krieges konnte die Telefonleitung allerdings
nicht wie geplant gelegt werden. Von zwei Amerikanern, die die Rechte für
den Bau einer elektrischen Eisenbahn, sowie von Wasserleitungen und
Telefonleitungen in Korea erworben hatten, wurde am 28. Januar 1898 die
erste Telefonleitung innerhalb des Choson-Palastes eröffnet. |
| 30.01.1954 | wird das koreanische Komitee der UNESCO gegründet. 1950 war Südkorea
bei der 5. Generalversammlung der UNESCO bereits als offizielles Mitglied
angenommen worden. Das Gebäude des koreanischen Komitees liegt im Seouler
Stadtzentrum Yôngdong |
| 30.01.1966 | fliegt die erste Gruppe von koreanischen Krankenschwestern nach
Deutschland. Die Gruppe bestand aus 128 Krankenschwestern, die dann in
deutschen Krankenhäusern im Raum Frankfurt und Mainz arbeiteten. |