Radio China International

 

Beitrag von Volker Willschrey ( Dillingen/Saar 2002 )

 

 

Im Rahmen der gewonnenen Reise bei Radio China International besuchten OM Thomas Schneider und ich am 16. Oktober 2002 auch die deutsche Redaktion von Radio China International. Ich möchte aus diesem Grunde die Gelegenheit wahrnehmen, ein wenig über die Geschichte von Radio China International zu schreiben, aber auch die derzeitigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Redaktion vorzustellen. Die Geschichts-Informationen habe ich dem Magazin "Info und Echo" Nr. 10 vom Dezember 2001 (herausgegeben von der deutschen Redaktion von Radio China International) entnommen.



Chinas Auslandsradio hat vor 61 Jahren am Nullpunkt angefangen und sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Während des antijapanischen Krieges gründete das Zentralkomitee der KP Chinas 1940 im Stützpunktgebiet Yan'an das erste Volksradio - Radio Xinhua. Und bereits am 3. Dezember 1941, also ein Jahr später, wurde bei Radio Xinhua auf Japanisch gesendet. Dieser Tag gilt als Beginn der Auslandsprogramme, der 3. Dezember 1941 kann deshalb auch als Geburtstag von Radio China International bezeichnet werden. 

Das Auslandsradio war damals an seinem Anfang in zwei Wohnhöhlen untergebracht. Die eine war aus Erde und diente als Studio. Die andere Höhle war aus Stein - hier wurde der eigentliche Sender installiert. Die Redaktion saß an einem anderen Ort, und die Bedingungen waren ziemlich primitiv.

1943 wurde das japanischsprachige Programm wegen technischer Defekte unterbrochen. Erst 1946, ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde es wieder aufgenommen.

Am 11. September 1947 brachte Radio Xinhua ein englischsprachiges Programm in den Äther.

Am 1. Oktober 1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. Die Regierung legte von Anfang an großen Wert auf das Auslandsradio. Neben den vorhandenen Programmen auf Englisch und Japanisch begannen 1950 auch Sendungen in Vietnamesisch, Birmanisch, Thai, Indonesisch und Koreanisch. Außerdem wurden für in den Ländern Südostasiens lebende Chinesen Programme in vier chinesischen Dialekten etabliert, und zwar im Guangzhouer (Kantonesisch), Xiamener, Chaozhouer und Hakka-Dialekt.

Ende der 50er Jahre und in den 60er Jahren nahm das chinesische Auslandsradio eine schnelle Entwicklung. Es wurden ohne ausländische Hilfe zwei Sendestationen mit großer Leistung gebaut. Damit begannen die Sendungen ins Ausland quasi offiziell. Die Sendezeit von Radio China International erhöhte sich von 20 bis 30 Minuten täglich auf insgesamt 40 Stunden pro Tag; es gab nunmehr Sendungen in 16 Sprachen.

cri4.jpg (127634 Byte)Das deutschsprachige Programm begann am 15. April 1960 - seinerzeit noch unter dem alten Namen "Radio Peking". Damals wurde täglich ein halbstündiges Programm gesendet. Ende der 70er Jahre begann dann in China die Reform- und Öffnungspolitik. Auch Radio China International ergriff die neuen Chancen und erlebte eine umfassende Entwicklung. Programmproduktion, Sendeleistung und Qualität wurden ständig verbessert.

In den 90er Jahren schließlich hat sich Radio China International noch schneller entwickelt. Einfluss und Reichweite wurden enorm ausgeweitet. Radio China International ist heute zu einer modernen Multimedia-Anstalt mit Hörfunk, Fernsehen, Zeitungen und Online-Angebot geworden. 

Nach 60jähriger Entwicklung ist Radio China International inzwischen in die Reihe der weltweit größten Sender aufgerückt. In bezug auf Programmsprachen, Sendezeit und Hörerbriefe liegt CRI weltweit auf dem dritten Platz. Es wird in 38 Fremdsprachen, vier chinesischen Dialekten und natürlich auch in Hochchinesisch gesendet. Die Sendezeiten summieren sich auf täglich 211 Stunden. Und auch die technischen Anlagen von CRI sind immer weiter verbessert werden. Da China weltweit immer wichtiger wird, findet auch Radio China International ein immer größeres Echo. In den letzten vier Jahren hat man jährlich rund 650.000 Hörerbriefe erhalten.

Stolz ist CRI auch auf die Inlandsprogramme. Inzwischen sendet CRI auf UKW nicht nur in Englisch, Japanisch, Französisch und Deutsch, sondern auch auf Russisch, Spanisch, Arabisch, Koreanisch und im Guangzhouer Dialekt. Hauptzielgruppe der fremdsprachigen Programme sind Ausländer, die in China leben und arbeiten. Diese Programme werden teils vollständig oder auch in Teilen von landesweit über 20 Lokalsendern übertragen. Radio China International unterhält in allen wichtigen Weltregionen sowie in den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao insgesamt 29 Korrespondentenbüros. Darüber hinaus gibt es rund 40 CRI Korrespondentenbüros auf dem chinesischen Festland, die ebenfalls die Zentralredaktion mit Informationen versorgen - eine enorme
Bereicherung für das Programm.

cri3.jpg (103837 Byte)Im Mai 1997 zog Radio China International in sein neues Funkhaus im Westen Beijings. Den Mitarbeitern stehen seitdem insgesamt 50.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Seit dem Umzug hat sich nicht nur das technische Niveau von Produktion und Ausstrahlung rasch verbessert, auch der Wechsel von der analogen zur digitalen Sendetechnik wurde erfolgreich realisiert. Zur Zeit werden sämtliche Programme digital produziert und ausgestrahlt. 


CRI hat schon sehr früh auf die rasante Entwicklung in den Bereichen Multimedia und Internet reagiert Bereits 1998 etablierte der Sender eine mehrsprachige Website unter der Adresse http://www.cri.com.cn , außerdem eine Mirror-Site über Nordamerika unter der Adresse http://www.crinews.com.  Zur CRI Webseite gehören heute u.a. elf Homepages für Nachrichten auf Chinesisch, für Auslandschinesen, für CRI-Fernsehprogramme sowie die Homepages der Programme in Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch, Koreanisch und Japanisch. Ein sprachlich und inhaltlich reichhaltiges Angebot. Das sieht man übrigens auch bei der Regierung so: Anfang 2000 wurde die CRI-Webseite offiziell zu einer der führenden Nachrichten-Webseiten der Volksrepublik China erklärt.

CRI1.jpg (66793 Byte)Und der Begriff Multimedia ist durchaus ernst zunehmen: Radio China International verfügt nämlich neben Radio und Internet auch über ein eigenes Fernsehzentrum, verschiedene Zeitungen und einen Verlag. Seit Oktober 1999 bietet CRI Lokalsendern TV-Programme mit internationalen Nachrichten an. Das Printangebot umfasst u.a. die CRI-Zeitungen "Shijie Xinwen Bao" auf Chinesisch, "The Messenger" auf Englisch sowie "Info und Echo" auf Deutsch. Als traditioneller Auslandsrundfunksender ist es für CRI auch wichtig, die moderne Technik zu beherrschen, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können.

Als einziges Auslandsradio der Volksrepublik China verfolgt CRI stets das Grundprinzip, die Welt über China und China über die Welt zu informieren. CRI bemüht sich darum, eine Brücke der Freundschaft zwischen China und anderen Ländern der Welt zu errichten -und dies mit Erfolg. Denn auch viel Hörer rühmen Radio China International als "Brücke der Freundschaft", "Fenster zu China" oder "Botschafter des chinesischen Volkes auf Kurzwelle". 

Soweit eine Abschrift über die Geschichte des chinesischen Auslandsrundfunks aus "Info und Echo" Nr. 10 vom Dezember 2001.

Während des Studiobesuchs von Thomas Schneider und mir am 16. Oktober 2002 gab uns Frau Chen Wei folgende Auflistung der zur Zeit für die deutsche Redaktion tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre entsprechende Aufgaben und Zuständigkeiten:

Herr Sun Jingli: Redaktionsleiter - 
Frau Chen Wei: "Hörerbriefkasten" - 
Herr Zou Fuxing: Redakteur - 
Herr Dong Lianming: Redakteur, häufig "Aktuelles Zeitgeschehen" - 
Herr Gong Xinkang: Nachrichtenredakteur - 
Frau Cheng Xiufen: Hörerbetreuung - 
Frau Dou Xiaowen: Inlandsprogramm - 
Herr Xu Wei Redakteur, häufig "Aktuelles Zeitgeschehen" - 
Frau Yin Jinghui in Deutschland - 
Frau Qiu Jing Nachrichtenredakteurin und -sprecherin - 
Frau Tan Lei: "Kulturmagazin" - 
Herr Wu Yanfei: Redakteur, häufig "Aktuelles Zeitgeschehen" -  
Frau Li Yanping: Wirtschaftsmagazin - 
Herr Zhu Qing'an in Deutschland - 
Herr Yan Wei in Deutschland - 
Herr Yin Fan: Redakteur für Musik, Bildung und Wissenschaft - 
Frau Jin Jun: "Leben auf Chinesisch"- 
Herr Lu Ming: "Unterwegs in China" - 
Herr Li Yan: " Monatsmagazin" - 
Herr Kong Jie: Nachrichtenredakteur - 
Herr Huang Gang und Frau Chen Yan: erst seit Juli bei CRI tätig - 
Herr Shao Jianguang: Korrespondent in Berlin - 
Frau Lu Jinsong Korrespondentin in Berlin

Anschrift des Senders:

Radio China International, Deutsche Redaktion, Shijingshanlu Str. 16A, 100040 Beijing, VR China
Tel.: +86(10)68891907, 68891908, Fax: +96(10)68892053, e-mail: ger@cri.com.cn
Web-Seite: http://germany.cri.com.cn

Anschrift in Deutschland:
Radio China International, Gürtelstraße 32b, D-10247 Berlin, Deutschland

 

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